Wenn Sie nach IT-Betreuung suchen, werden Sie eines schnell merken: Preise stehen fast nirgends. Es gibt ein Kontaktformular, ein Erstgespräch und danach ein Angebot. Das ist für Anbieter bequem und für Sie eine Zeitverschwendung, wenn am Ende herauskommt, dass die Größenordnung nicht passt.
Deshalb hier die Zahlen, mit denen wir arbeiten, und die Rechnung dahinter.
Warum es nicht einen Stundensatz gibt
Wer eine Störung am Arbeitsplatz behebt, arbeitet anders als jemand, der eine Serverlandschaft migriert oder eine Schnittstelle programmiert. Ein Einheitssatz führt dazu, dass entweder die einfache Arbeit zu teuer oder die anspruchsvolle zu billig ist.
| Art der Arbeit | Satz je Stunde, netto |
|---|---|
| Support und Arbeitsplatz | 98 Euro |
| Server und Netzwerk | 125 Euro |
| Entwicklung und Schnittstellen | 145 Euro |
| Sicherheit und Migration | 155 Euro |
Welcher Satz gilt, richtet sich nach der Tätigkeit, nicht nach der Person. Wenn dieselbe Person morgens einen Drucker einrichtet und nachmittags eine Serverfreigabe umbaut, stehen beide Sätze getrennt auf der Rechnung.
Anfahrt: Zonen statt Kilometergeld
Kilometergeld klingt fair, ist aber nicht planbar. Sie wissen vorher nicht, welche Route gefahren wird und ob die Fahrzeit dazukommt. Eine Zonenpauschale können Sie nachlesen und in Ihre Kalkulation übernehmen.
| Zone | Entfernung | Anfahrt je Einsatz |
|---|---|---|
| Zone 1 | bis 15 km | 0 Euro |
| Zone 2 | 15 bis 30 km | 39 Euro |
| Zone 3 | 30 bis 50 km | 69 Euro |
Über 50 Kilometer bieten wir keinen Vor-Ort-Service an. Eine Fahrt von einer Stunde in jede Richtung bindet einen halben Arbeitstag, bevor die erste Handreichung erfolgt ist. Das müssten wir entweder auf den Preis schlagen oder anderen Kunden wegnehmen.
Der eigentliche Hebel: die Monatspauschale
Einzeleinsätze sind für beide Seiten die schlechteste Variante. Sie zahlen jede Störung einzeln, wir kommen erst, wenn schon etwas kaputt ist. Bei einer Pauschale je Arbeitsplatz verdienen wir daran, dass wenig kaputtgeht. Der Anreiz stimmt dann für beide.
| Paket | Je Arbeitsplatz und Monat | Reaktion |
|---|---|---|
| Basis | 39 Euro | 8 Stunden |
| Standard | 79 Euro | 4 Stunden |
| Komplett | 129 Euro | 2 Stunden |
Dazu kommen Server mit 149 Euro je Server und Monat sowie die Sicherung in ein deutsches Rechenzentrum mit 15 Euro je Arbeitsplatz und Monat.
Eine Beispielrechnung
Ein Betrieb mit zwölf Arbeitsplätzen, einem Server, Paket Standard und Sicherung:
- 12 Arbeitsplätze mal 79 Euro: 948 Euro
- 1 Server: 149 Euro
- 12 mal Sicherung zu 15 Euro: 180 Euro
- Summe: 1.277 Euro im Monat, also 15.324 Euro im Jahr
Das ist die Zahl, über die Sie nachdenken sollten, nicht der Stundensatz.
Der Vergleich, der wirklich zählt
Nicht Anbieter A gegen Anbieter B, sondern extern gegen intern. Eine eigene IT-Kraft in Vollzeit kostet vollkostengerechnet einen mittleren fünfstelligen Betrag im Jahr, dazu Urlaubs- und Krankheitsvertretung, Weiterbildung und das Risiko, dass mit dieser Person das gesamte Wissen über Ihre Systeme den Betrieb verlässt.
Für Betriebe mit fünf bis fünfzig Arbeitsplätzen rechnet sich eine eigene Stelle in der Regel erst am oberen Ende dieser Spanne. Darunter zahlen Sie viel Geld für eine Bereitschaft, die selten abgerufen wird.
Tipp
Was in keinem Paket steckt
Hardware, Lizenzen und Cloud-Verbräuche zahlen Sie direkt beim Hersteller oder Händler. Wir schlagen darauf nichts auf, weil wir am Betrieb verdienen wollen und nicht am Einkauf. Sie sehen also, was das Gerät tatsächlich kostet.
Projekte mit Stichtag, also etwa die Ablösung eines Servers, rechnen wir gesondert ab. Sie sind einmalig, und alles andere hieße, dass alle anderen Kunden sie mitbezahlen.
