SQL Server 2016 ist seit Juli 2026 ohne Support: was jetzt zu tun ist
Am 14. Juli 2026 endete der erweiterte Support für SQL Server 2016 und SharePoint 2016. Die Prüfliste zeigt Ihnen, hinter welchen Anwendungen in Ihrem Betrieb eine Datenbank stecken dürfte, die auf keiner Liste steht.
2 Min. Lesezeit
DatenbankenMigrationBranchensoftware
Diesen Beitrag teilen
IT-Betrieb
14.07.2026
seit diesem Tag ohne Sicherheitsupdates: SQL Server 2016 und SharePoint 2016
ByePast
Welche dieser Anwendungen nutzen Sie?
Dauert zwei Minuten
0 von 7
Dann läuft bei Ihnen vermutlich keine eigene Datenbank. Prüfen Sie trotzdem, ob eine Software im Hintergrund einen Dienst mitinstalliert hat.
Am 14. Juli 2026 endete der erweiterte Support für SQL Server 2016 und SharePoint 2016. Das ist keine Frist, die näher rückt, sondern ein Zustand, in dem sich viele Betriebe seit einigen Wochen befinden, ohne es zu wissen.
Warum das oft niemandem auffällt
Weil SQL Server selten ein Programm ist, das jemand bewusst benutzt. Er liegt unter der Warenwirtschaft, unter dem Dokumentenmanagement, unter der Zeiterfassung. Solange die Anwendung darüber startet, merkt im Betrieb niemand etwas.
Genau deshalb steht er auf keiner Liste. Wer im Betrieb nach Software gefragt wird, nennt die Anwendung, nicht die Datenbank darunter.
Hinter welchen Anwendungen eine Datenbank steckt
Sie müssen dafür nichts nachschlagen. Haken Sie an, was es bei Ihnen gibt. Jede angehakte Zeile ist ein Kandidat für eine Datenbank im Hintergrund, deren Version Sie kennen sollten.
Wo die Ablösung wirklich hakt
Nicht an der Datenbank. Eine neuere SQL-Server-Version aufzusetzen und den Datenbestand umzuziehen ist Routine.
Der Engpass ist die Freigabe. Ihre Branchensoftware muss vom Hersteller für die Zielversion freigegeben sein. Ist sie das nicht, muss auch die Anwendung aktualisiert werden, und daran hängt ein zweites Projekt mit eigenem Zeitplan, eigener Schulung und eigenem Budget.
Achtung
Bei sehr alter Branchensoftware kommt gelegentlich heraus, dass der Hersteller die eingesetzte Version gar nicht mehr pflegt oder es das Unternehmen nicht mehr gibt. Das ist unangenehm, aber es ist besser, das jetzt zu erfahren als bei einem Ausfall.
Erweiterte Sicherheitsupdates als Brücke
Microsoft bietet auch für SQL Server ein kostenpflichtiges Programm für erweiterte Sicherheitsupdates an. Das verschafft Zeit und ist als Brücke für ein Projekt mit Termin vertretbar. Als Dauerlösung ist es teuer und löst nichts, denn am Ende steht dieselbe Migration, nur später und unter mehr Druck.
Was eine Migration realistisch bedeutet
Ein üblicher Ablauf sieht so aus:
Inventur: Welche Instanzen laufen, welche Anwendungen greifen zu, welche Versionen sind im Einsatz.
Freigaben klären: Der Schritt, der den Zeitplan bestimmt, weil Sie hier auf Dritte angewiesen sind.
Testumzug mit echten Daten: Die Fachabteilung prüft Auswertungen und Abläufe, nicht die IT.
Umstellung im vereinbarten Fenster, mit einem Rückweg für den Fall der Fälle.
Begleitung im ersten Abrechnungslauf, denn dort fallen Abweichungen auf, die im Test niemand bemerkt.
Tipp
Planen Sie die Umstellung nie unmittelbar vor einem Monats- oder Jahresabschluss. Wenn dann etwas klemmt, ist der Druck maximal und die Geduld minimal.
Der unterschätzte Teil: die Schnittstellen
Nach einer Datenbankmigration klemmt selten die Anwendung selbst, sondern das, was daneben hängt: eine Auswertung, die jemand vor Jahren gebaut hat, eine Schnittstelle zur Buchhaltung, ein Bericht, der nachts läuft und den seither niemand angefasst hat.
Wer diese Dinge vorher erfasst, hat nach der Umstellung eine ruhige Woche. Wer es nicht tut, erfährt in den folgenden vierzehn Tagen nach und nach, was alles an dieser Datenbank hing.
Bestandsaufnahme Ihrer SQL-Server-Datenbanken
Oft ist es eine einzige Datenbank hinter einer einzigen Anwendung. Dann ist das Projekt deutlich kleiner als befürchtet.
Liste der Instanzen und der abhängigen Anwendungen
Klärung der Herstellerfreigaben übernehmen wir
Anpassung von Abfragen und Schnittstellen inbegriffen